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Beschreibung einer LM-J

Ein Versuch dem Nichtflieger den Ablauf eines Segelflugwettbewerbs zu erklären.

Wie der Name schon sagt soll auf diesem Wettbewerb der/die Landesmeister/in in Nordrhein-Westfalen ausgeflogen werden. Für die meisten Teilnehmer ist dies jedoch nicht das Hauptziel. Im Vordergrund steht die Qualifikation zur Deutschen Juniorenmeisterschaft, die im nächsten Jahr stattfinden wird.

Wer die Teilnehmerliste genauer studiert, wird feststellen, dass nicht ausschließlich Teilnehmer aus dem heimischen Bundesland vertreten sind. Seit ein paar Jahren besteht die Möglichkeit auch in einem Nachbarland an den Qualifikationsmeisterschaften teilzunehmen. Falls man aus terminlichen Gründen in seinem Bundesland nicht antreten kann, bekommt so die Chance, bei einem anderen Wettbewerb seine Leistungen unter Beweis zu stellen, und sich für die Deutsche Meisterschaft zu bewerben.

Der Wettbewerb in Oeventrop ist auf Junioren beschränkt. Das bedeutet, dass man nur teilnehmen darf, wenn man das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Diese Meisterschaft wird in 2 Klassen, der Club- und Standardklasse ausgetragen. Die Unterteilung der Klasse kommt durch die unterschiedlichen Leistungsfähigkeiten der Flugzeuge zustande.

Jeder Wettbewerbstag beginnt mit einem Briefing. Zunächst informiert ein Meteorologe das Teilnehmerfeld über die aktuelle Wetterlage. Dieser Wettersituation angepasst stellt der Sportleiter den Piloten eine Tagesaufgabe. Die Größe der Aufgabe variiert normalerweise zwischen 150 und 500 km. Im Anschluss an das Briefing muss jeder Pilot sein Flugzeug vorbereiten. Zu einer am Briefing vorgegebenen Zeit müssen alle Flugzeuge flugfertig am Start stehen.

Nachdem alle Piloten in der Luft sind, wird das Abflug-Zeitfenster geöffnet. Im Gegensatz zu anderen Sportarten darf der Segelflieger selbst entscheiden, wann er zu seiner Tagesaufgabe starten möchte. Die Teilnehmer können so taktieren, und erst dann abfliegen, wenn sie es für richtig halten. Diese Entscheidung hängt hauptsächlich von der Wetterlage ab. Entwickeln sich noch bessere Steigwerte? Entsteht eine günstige Aufwindreihung in Flugrichtung? Steigt die max. Aufwindhöhe in der nächsten Zeit noch etwas an?... Hier sind die meteorologischen Kenntnisse der Piloten gefragt.

Ziel ist es, die gestellte Aufgabe am schnellsten zu bewältigen. Dies kann je nach Art und Größe der Strecke zwischen 3 und 6 Stunden dauern. Läuft alles nach Plan überfliegt man am Abend die Ziellinie am Startflugplatz. Gelingt dies nicht, da man z.B. falsch taktiert hat, oder der Sportleiter die Aufgabe am Morgen zu groß gewählt hat, muss sich der Pilot einen geeigneten Landeort suchen. Im Idealfall ist das ein anderer Flugplatz. Steht dieser nicht zur Verfügung, muss man nach einem passenden Außenlandefeld Ausschau halten. Der Rückweg zum Startflugplatz muss dann auf der Straße mit Auto und Anhänger zurückgelegt werden.

Nach der Rückkehr gibt jeder Teilnehmer der Wettbewerbsleitung seinen Logger ab. Das ist eine Art "Blackbox", die auf GPS (Global Position System; funktioniert ähnlich wie das Navigationssystem im Auto) Basis den Flugverlauf aufschreibt. Anhand dieser Daten wird der Flug mit dem Computer ausgewertet. Man kann kontrollieren, ob der Pilot die Aufgabe korrekt bewältigt hat, wie lange er gebraucht hat, oder im Falle einer Außenlandung wie weit er gekommen ist, falls der Flug mit einer Außenlandung geendet hat.

Nach jedem Wettbewerbstag entsteht so eine neue Rangliste. Wer Interesse hat, kann auf die Resultate der einzelnen Piloten verfolgen.

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